Zwischen Handarbeit und Vollautomation liegen viele Stufen
Ein Wasserwerkzeug kann manuell geführt, mechanisch unterstützt, über eine definierte Achse bewegt, CNC-programmiert, robotisch positioniert oder aus sicherer Entfernung ferngesteuert werden. Deshalb ist „automatisiert“ kein einzelner Anlagentyp.
CNC ist besonders im Schneiden etabliert
Beim Wasserstrahlschneiden bestimmen Achssystem, Software und Schneidkopf die Konturführung. Mehr-Achs-Lösungen können zusätzlich Winkel- oder 3D-Bearbeitung ermöglichen. Für andere Prozesse sind solche Portalkonzepte nicht zwingend die beste Lösung.
Roboter und fernbediente Systeme öffnen andere Geometrien
Hammelmann beschreibt die Integration von Wasserwerkzeugen in automatisierte Reinigungsprozesse und zeigt mit dem JETMASTER ein fernbedientes Trägerfahrzeug für unterschiedliche Wasserwerkzeuge. Solche Konzepte können Bediener aus dem unmittelbaren Arbeitsbereich herausnehmen und komplexe Flächen zugänglich machen.
Werkstück, Werkzeug und Medien müssen gemeinsam automatisiert werden
Eine Roboterzelle ist nur dann ein vollständiges System, wenn auch Spanntechnik, Hochdruckführung, Wasser- und Reststoffmanagement, Zugangssicherung sowie die Prozessüberwachung gelöst sind. Bei Reinigungs- oder Entgratungsprozessen kommt häufig noch die Frage hinzu, wie das Ergebnis bewertet oder dokumentiert wird.
Wann lohnt sich mehr Automation?
Typische Treiber sind Wiederholrate, geforderte Reproduzierbarkeit, ergonomisch schwierige Arbeit, hohe Rückstoßkräfte, schwer zugängliche Geometrien oder der Wunsch, Bediener räumlich vom aktiven Strahl zu trennen. Bei wechselnden Einzelaufgaben kann dagegen eine flexible manuelle oder teilautomatisierte Lösung wirtschaftlicher sein.