Begriffe
- Abrasivwasserstrahlabrasive waterjet, AWJ
- Verfahren, bei dem dem Wasserstrahl im Mischraum ein Schneidmittel zugeführt wird. Das beschleunigte Korn erzeugt den Abtrag; der Wasserstrahl ist Energieträger.
- Arbeitspunktoperating point
- Wertepaar aus Betriebsdruck und Volumenstrom, das sich aus Pumpe und Düsenkonfiguration gemeinsam ergibt. Ein einzelner Druckwert beschreibt keinen Arbeitspunkt.
- Ausflusszahldischarge coefficient, cd
- Verhältnis von tatsächlichem zu theoretischem Volumenstrom einer Düse. Praktisch zwischen 0,60 und 0,80; sinkt mit Verschleiß und ungünstiger Zulaufkontur.
- Direktantriebdirect drive, crankshaft pump
- Plungerpumpe, deren Kolben über eine Kurbelwelle direkt angetrieben werden. Höherer Wirkungsgrad als der Druckübersetzer, dafür meist begrenzter im erreichbaren Druck.
- Druckförderprodukt
- Produkt aus zulässigem Betriebsüberdruck in bar und Förderstrom in l/min. Ab 10.000 bar·l/min greift der Anwendungsbereich der DGUV Regel 100-500 Kapitel 2.36.
- Druckübersetzerintensifier
- Ölhydraulisch angetriebene Druckerzeugung mit unterschiedlichen Kolbenflächen. Im Schneidmaschinenmarkt der klassische Weg zu Drücken oberhalb 4.000 bar.
- Fokusrohrfocusing tube, mixing tube
- Verschleißteil aus Hartmetall-Komposit, das Wasser und Abrasiv im Schneidkopf bündelt. Innendurchmesser üblicherweise beim Zwei- bis Dreifachen des Wasserdüsendurchmessers.
- Konizitättaper
- Abweichung der Schnittkante von der Senkrechten über die Werkstückdicke. Ohne Kompensation typischerweise 0,5° bis 1,5°; Schneidköpfe mit gesteuerter Neigung reduzieren sie deutlich.
- Mesh
- Angabe der Siebmaschenweite zur Kennzeichnung der Abrasivkörnung. Höhere Zahl bedeutet feineres Korn; Mesh 80 entspricht etwa 0,18 mm und ist die verbreitetste Körnung.
- Reinwasserschneidenpure waterjet
- Trennen ohne Abrasivzusatz. Geeignet für weiche und faserige Werkstoffe; erzeugt sehr schmale Schnittfugen bei kleinen Düsendurchmessern.
- Rückstoßkraftreaction force
- Am Werkzeug aufzunehmende Kraft, entspricht dem doppelten Produkt aus Druck und Düsenquerschnitt. Betrieblich begrenzt auf 250 N, ab 150 N mit zusätzlichen Anforderungen.
- StandoffArbeitsabstand
- Abstand zwischen Werkzeugaustritt und Werkstückoberfläche. Beim Abrasivschneiden üblicherweise 1–3 mm; größere Abstände verbreitern die Fuge überproportional.
- UHPUltra High Pressure, Höchstdruck
- Sammelbegriff für Anwendungen oberhalb etwa 1.000 bar. Die Abgrenzung ist nicht genormt und wird je nach Teilmarkt unterschiedlich gezogen.
- Wasserdüseorifice
- Bauteil mit der eigentlichen Düsenbohrung, gefertigt aus Saphir, Rubin oder Diamant. Bestimmt gemeinsam mit dem Druck den Volumenstrom.
Einheiten und Umrechnungen
| Größe | Metrisch | Angloamerikanisch | Umrechnung |
|---|---|---|---|
| Druck | 1.000 bar | 14.504 psi | 1 bar = 14,504 psi; 1 kpsi ≈ 69 bar |
| Druck | 100 MPa | 1.000 bar | 1 MPa = 10 bar |
| Volumenstrom | 1 l/min | 0,264 gpm | 1 gpm = 3,785 l/min |
| Düsendurchmesser | 0,254 mm | 0,010 inch | 1 inch = 25,4 mm |
| Massenstrom Abrasiv | 0,45 kg/min | 1,0 lb/min | 1 lb = 0,4536 kg |
| Kraft | 250 N | 56,2 lbf | 1 lbf = 4,448 N |
Angebote aus dem angloamerikanischen Raum nennen Drücke häufig in kpsi. Der häufigste Wert 60 kpsi entspricht rund 4.137 bar.