Schneidprozess

Reinwasser oder Abrasiv beim Wasserstrahlschneiden?

Die Wahl hängt von Werkstoff, Materialdicke, gewünschter Schnittkante und Produktivität ab. Abrasiv erweitert das Schneidspektrum auf harte Werkstoffe, bringt jedoch zusätzliche Anforderungen an Dosierung, Verschleiß und Reststoffmanagement mit sich.

Stand 2026-08-30

Reinwasserstrahl

Beim Reinwasserschneiden wirkt ausschließlich der beschleunigte Wasserstrahl auf den Werkstoff. Ob der Prozess geeignet ist, muss anhand des konkreten Materials und der geforderten Bauteilqualität bewertet werden.

Abrasivwasserstrahl

Für harte Werkstoffe wird dem Wasserstrahl häufig ein mineralisches Abrasiv zugesetzt. Mischkammer und Fokussierrohr beschleunigen das Schneidmittel im Strahl. Damit steigen zugleich Anforderungen an Abrasivzuführung, Verschleißteile, Schneidbecken und Entsorgung beziehungsweise Aufbereitung der Rückstände.

Entscheidung am realen Schneidteil

Werkstoff, Dicke, Kontur, Toleranz, Schnittkante und Stückzahl sollten gemeinsam bewertet werden. Für Investitionsentscheidungen sind repräsentative Schneidversuche belastbarer als eine pauschale Zuordnung allein nach Werkstoffgruppe.